Die Pins aus den vergangenen Jahren ab 2009 sind in unserem Online-Shop erhältlich.

 

2016 - DIE WAAGE

Zentrales Gebäude ist in diesem Jahr die Waage. Sie steht in Ihrer Funktion als eines der zentralen Handelsgebäude für die Verbindung mit Breslau und Dresden. Im Jahr der Kulturhauptstadt Breslau ist unsere Stadt über viele Projekte mit der polnischen Metropole verbunden. So zum Beispiel das Ausstellungsprojekt Görlitzer Art und der Kunstzug Dresden-Görlitz-Zgorzelec-Breslau.


2015 - HANDWERK 20

In diesem Jahr ist in den ehemaligen Kema-Hallen auf der Pomologischen-Garten-Straße eine beeindruckende Ausstellung zu sehen. „Görlitz- Auferstehung eines Denkmals“ zeigt in Erinnerung an 25 Jahre Widervereinigung ca. 100 großformatige Fotografien des renommierten Fotografen Jörg Schöner. Er hat in den letzten Jahrzehnten auf hohem technischem Niveau die Altstadt fotografisch dokumentiert. Dadurch wird die enorme Sanierungsleistung in Görlitz auf imponierende Art und Weise sichtbar. Für die Ausstellung wird mit einer Gegenüberstellung des Hauses Handwerk 20 in saniertem und unsaniertem Zustand geworben. Dieses Motiv ziert in diesem Jahr auch den Altstadtfest-Pin.

 


2014 - DAS BAROCKHAUS

Gelegen an der Via Regia, einer der ältesten Handelsstraßen Europas, zählt das Gebäude auf der oberen Neißstraße zu den bedeutendsten Handels- und Wohnhäusern aus der Barockzeit in Görlitz.

Über dem säulengesäumten Hauptportal mit den beiden Giebelfiguren und der mittig sitzenden, reich verzierten Kartusche findet sich der Sinnspruch „In uno museum societatis litterae lusatia superioris (In Einheit / Museum der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften)“. Der Spruch erinnert an die Gelehrtengemeinschaft, die hier ihren Hauptsitz hatte.

 

Errichtet wurde das Haus nach dem Vorbild Leipziger Durchhäuser im Jahr 1726 bis 1729 vom gut betuchten Leinwand- und Damasthändler Johann Christian Ameiß. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1726 ließ er an der Stelle von mehreren niedergebrannten Gebäuden einen bis dato einzigartigen Haustyp erbauen, mit zwei verbundenen Höfen und einer Durchfahrt für Warenladungen. Im Jahr 1807 überließ der Jurist, Historiker und Freimaurer Karl Gottlob von Anton das Haus der von ihm 1779 mitgegründeten Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Seither befinden sich hier die Bibliothek und die Sammlungen der Gesellschaft. Seit 1951 ist das Haus städtisches Museum.

Unzählige wertvolle Exponate der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur vermitteln einen authentischen Eindruck der bürgerlichen Kultur des Barocks in Görlitz und der Oberlausitz. Das Nebeneinander der barocken Lebensfreude mit ihrem Hang zur Ästhetisierung des Alltags und dem wissenschaftlichen Drang nach Erkenntnis und Wahrheit machen dieses Haus einzigartig. Aus diesem Grund zierte das Barockhaus den Altstadtfest-Pin 2014 und stand zum Jubiläum „20 Jahre Altstadtfest Görlitz“ im Zentrum vieler Geschichten.


2013 - DAS NAPOLEONHAUS

Zum Altstadtfest Görlitz 2013 sollte der sich zum 200sten Mal jährende Völkerschlacht bei Leipzig zum Anlass genommen werden, in Görlitz auf Spurensuche des umstrittenen französischen Kaisers Napoleon Bonaparte I. zu gehen.

Daher zeigt der diesjährige Altstadtfest-Pin das sogenannte Napoleonhaus, Obermarkt 29. Am Haus selbst prangt eine Tafel, auf welcher zu lesen ist, dass Napoleon I. im Jahr 1813 mehrmals hier übernachtet haben soll. Bei der Verfolgung der russischen Armee 1813 habe er am 20. August vom Balkon des Hauses zu seinen Truppen gesprochen und sie zur Eile angetrieben. Auch August der Starke und der russische Zar Alexander I.  sollen schon im Haus Obermarkt 29 genächtigt haben.

 

Errichtet wurde das Haus, das auch als Nostizsches Haus bekannt ist, im Jahr 1718 von Johann Wilhelm Schaumburg, einem Kaufmann aus Berlin. Zwischen 1803 und 1810 war in dem Haus die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften untergebracht, die aber bald mehr Platz für ihre Buchbestände benötigte und auszog. Im Jahre 1822 bezog ein Steueramt das Gebäude, ab 1880 war das Haus dann in Privatbesitz. Nach einer Restaurierung zog 1976 die Görlitz-Information im Erdgeschoss ein, die noch bis 2004 dort ihren Sitz hatte. 2010 wurde das Haus innen und außen umfassend saniert und ist nun ein Wohnhaus.


2012 - DAS NEUE RATHAUS

Am ältesten Marktplatz von Görlitz, dem Untermarkt, erhebt sich an seiner westlichen Seite zwischen Alter Börse und Flüsterbogen ein imposantes Bauwerk: das Neue Rathaus.

Es bildet den Nordteil des Rathauskomplexes, der sich vom Neuen Rathaus aus bis zum ältesten Rathausgebäude am Untermarkt 6, mit Turm und Justitia-Treppe, erstreckt.

Der Rat der Stadt beschloss 1895 eine Erweiterung des Rathauses zwischen Jüdenstraße und Helle Gasse. Unter Leitung des Architekten Jürgen Kröger wurde 1902/1903 das Neue Rathaus an der Stelle der damaligen Pilzläuben im Stil der Neorenaissance mit Erdgeschosslauben errichtet. An der aufwendig mit Säulenelementen gestalteten Marktfront des Gebäudes befinden sich die Wappen des Oberlausitzer Sechsstädtebundes, jeweils getragen von einem Krieger, der die Last der auf seinen Schultern befindlichen Säulen stützt.

In das neue Gebäude, das nun mehr Raum für die Stadtverwaltung bot, zog nach dessen Fertigstellung auch die Stadtsparkasse ein. Der Ratskeller und auch ein Gefängnis folgten.
Das Bauwerk ist in Reminiszenz an die Görlitzer Bürgerhäuser des 17. Jahrhunderts erbaut worden und spiegelt deutlich den Geist der aufstrebenden Stadt Görlitz zu Beginn des 20. Jahrhunderts wider - eine schöne Assoziation zum Beginn des nunmehr 21. Jahrhunderts.


2011 - DER KAISERTRUTZ

Die Wahl des Motivs für den neuen Altstadtfest-Pin fiel 2011 relativ klar und eindeutig  aus. 

2011 stand er im Mittelpunkt wie kein Zweiter in der Stadt Görlitz. Im 30jährigen Krieg trotzte er kaiserlichen und kursächsischen Belagerern und prägte in der Vergangenheit, gemeinsam mit dem Reichenbacher Turm, das Stadtbild von Görlitz: der Kaisertrutz.

In und um diese große Kanonenbastei, mit deren Errichtung im Jahre 1490 begonnen wurde, blühen in diesem Jahr Bewegung und Begegnung auf. Das Gebäude beherbergte – nach umfassenden Sanierungsarbeiten – bis Ende Oktober 2011 die 3. Sächsische Landesausstellung „via regia“. In dieser beeindruckenden Schau drehte sich alles um die alte Handels- und Pilgerstraße und ihre Geschichte sowie um die Menschen, die auf ihr reisten, sich begegneten, Waren und Ideen austauschten. Durch das westliche Stadttor am Kaisertrutz führte die Via Regia die Reisenden über den Obermarkt unmittelbar in das Herz von Görlitz, die heutige Altstadt.

Hier bewegten und begegneten sich Menschen unterschiedlichster beruflicher und gesellschaftlicher Stände. Hier pulsierte das Leben. Es wurde gearbeitet und gehandelt, gestritten und gelacht, begrüßt und verabschiedet und – gefeiert.
Begegnen auch Sie gemeinsam mit ihren Freunden und ihrer Familie  inmitten des Altstadtfestes Altbekanntem und Unerwartetem, vielen sinnlichen und eindrucksvollen Erlebnissen. Tauchen Sie ein in das pulsierende Leben von gestern und heute.


2010 - DER FLÜSTERBOGEN

Das gotische Portal am Haus Untermarkt 22 ist das wohl am meisten besuchte der ganzen Stadt. Viele Touristen, aber auch Einheimische, haben am Flüsterbogen schon Liebesschwüre und andere geheime Botschaften ausgetauscht. Der um 1500 errichtete Torbogen trägt einige spätgotische Merkmale, wie die mittige Kreuzblume und die beiden seitlichen Maskenkonsolen. Der besondere Reiz für die Besucher der Stadt hängt aber mit der kielbogenförmigen Archivolte, einer Art Hohlkehle, zusammen. Sie leitet Schallwellen besonders gut weiter und bedingt somit das akustische Phänomen, das am Flüsterbogen beobachtet werden kann. Was auf der einen Seite hinein geflüstert wird, ist auf der anderen Seite deutlich zu hören. Auf den ersten Blick ist diese Besonderheit nicht zu erkennen. Für uns ist dies eine schöne Parallelität zum Fest. Lassen Sie sich auf Unerwartetes und neue Menschen ein und kommen Sie miteinander ins Gespräch. Vielleicht birgt das Altstadtfest Görlitz eine ähnliche Überraschung wie das zunächst unscheinbar wirkende Gebäude samt Portal am Untermarkt.


2009 - DIE RATSAPOTHEKE

Die Ratsapotheke auf dem Untermarkt hatte seit jeher eine besondere Bedeutung. Vor allem die beiden 1550 von Zacharias Scultetus geschaffenen Sonnenuhren verweisen auf die damalige Weltgewandtheit der alten Handelsstadt an der Via Regia.

Neben unterschiedlichen Zeitsystemen ermöglichen sie außerdem das Ablesen der Planetenstunden und Wochentage.

Heute befindet sich hier ein bekannter und beliebter Treffpunkt in der Stadt: Das Ratscafé Kretschmer. Die ehemalige Ratsapotheke markiert daher den ideale Beginn einer neuen Reihe von Altstadtfestpins.