DAS „Brückenlied“ der letzten 40 Jahre zum 20. Jubiläum des Europastadt Görlitz-Zgorzelec


Komponiert und geschrieben wurde das Lied „Über sieben Brücken musst du gehn“ eigens für die gleichnamige deutsch-polnische Filmproduktion von 1978. Erfolgreich wurde es gecovert durch die deutsch-deutsche Beziehung von Peter Maffay.

 

 

Eine Band, die mit markanter Musik und Textpoesie tiefe Gefühle weckt, eine ostdeutsche Band, die Großes erreicht und mit ihren Liedern Deutschland vereint hat, als es lange noch getrennt war. Mal rockig röhrig, mal lyrisch leise doch immer mitreißend und berührend.

 

Eine Band, die niemals stillsteht, sich auf das Alte besinnt, authentisch bleibt, jedoch immer wieder Neues kreiert - das ist KARAT.

 

Viel ist passiert in der Geschichte dieser Band, seit der Gründung der Gruppe in der DDR im Jahre 1975 und ihrem ersten Auftritt im sächsischen Pirna. Die Produktion publikumswirksamer, aber trotzdem anspruchsvoller Musik hatten sich die Gründer damals zum Ziel gesetzt. Hervorgebracht haben sie seitdem große Hits wie „Über sieben Brücken“, „Der blaue Planet“, „Jede Stunde“, „Schwanenkönig“ und das Freiheitslied „Albatros“.

 

Sowohl im Osten als auch im Westen Deutschlands wurde KARAT gefeiert, hochgelobt und mit vielen Preisen geehrt.Tourneen führten die Musiker nicht nur diesseits und jenseits der deutschen Mauer, sondern auch ins europäische Ausland und nach Kuba.

 

Insbesondere „Über sieben Brücken“ ist zum großen Klassiker deutscher Rockmusik avanciert. 1979 hörten West und Ostdeutsche zum ersten Mal dieses Lied und liebten es gleichermaßen bis heute.Peter Maffay übernahm den Song und landete damit seinen größten Erfolg. Die von ihm und KARAT Sänger Herbert Dreilich eingesungene Version wurde 1989 zur Radio „Hymne des Jahres“. 2009 kürten die Zuschauer der ARD-Sendung „Die schönsten Hits der Deutschen“ diesen Song zu ihrem beliebtesten.

 

Obwohl KARAT eine der wenigen Musikgruppen aus der ehemaligen DDR ist, die sehr große Erfolge auch in der BRD erzielen konnten, befand sich die Band in Nachwendezeiten zunächst auf einer Durststrecke. Mit ihrem zehnten Album „Die geschenkte Stunde“ jedoch fand KARAT Mitte der 1990er endlich in die Erfolgsspur zurück. Jäh unterbrochen wurde diese 2003 durch die schwere Krankheit und schließlich 2004 den tragischen Tod Herbert Dreilichs. Die Stimme KARATs, das unverwechselbare Markenzeichen der Band, war verstummt.

 

Keiner hätte diesen schweren Verlust besser ersetzen können als sein Sohn Claudius Dreilich, der seit 2005 als neuer Frontsänger KARATs auf der Bühne steht. Seither startet die Band wieder durch und nimmt die Chance wahr, mit viel Esprit und Kreativität an die vergangenen Erfolge anzuknüpfen.

 

Michael Schwandt (dr), Bernd Römer (guit), Christian Liebig (bass), Martin Becker (key), Claudius Dreilich (voc, guit) und Dauergast Ulrich „Ed“ Swillms (key) lassen es nun wieder so richtig krachen.

 

KARAT LIVE vor dem Feuerwerk: Sonntag ab 20 Uhr auf der Bühne am Obermarkt.