Zeitreise - Marktleben durch 950 Jahre Görlitzer Geschichte

vom 6.-8. August 2021

Unter der Organisation der langjährigen Partnerin für den historischen Teil des Altstadtfestes Paula Jana Herold mit ihrer Bertholdin-Produktion wird vom 6. bis 8. August eine Zeitreise durch die Geschichte möglich. Vom Nikolaizwinger über den Gottfried-Kiesow-Platz bis zum Waidhausplatz erwarten die Besucherinnen und Besucher allerlei Musiker, Spieler und artistische Vorführungen sowie Handwerkskunst und kulinarische Köstlichkeiten.

 

 

Markzeiten

 

Freitag, 6. August, 17 bis 22 Uhr

 

Samstag, 7. August, 11 bis 22 Uhr

 

Sonntag, 8. August, 11 bis 19 Uhr

Fotos: Axel Lange

 

Ein ganzes Wochenende sommerlicher Augustzeit können die Görlitzer und ihre Gäste sich im wahrsten Wortsinn in eine Zeitschleife 950-jähriger Stadtgeschichte begeben. In einer Spirale um die Peterskirche belebt ein Marktgeschehen die Stadt, welches markante Geschehnisse aus fast eintausend Jahren sichtbar macht. Beginnend im Nikolaizwinger erwandert man das Hochmittelalter mit aktiven Lagerleben ritterlicher Herren, um sich gleich darauf in den Turbulenzen des Spätmittelalters wiederzufinden. Aufpassen muss man, dass im Übergang zur Neuzeit einem nicht der berühmte Dreibeinige Hund an der Passage von Vogtshof zur Kirche in den Nacken springt! Doch an der Apsis der stattlichen Kirche bahnen sich (und Ihnen) reformatorische Gedanken bis hin zu Jakob Böhmes Größe den Weg- zumindest findet man dort die selbstbewusste Sechsstädtebürgerschaft in ihrer herausgeputzten Geschäftigkeit. Weiter ringelt sich die Strecke über den "barocken" Waidhausplatz.

 

 

 

Der Kiesow-Platz bietet die Freuden der "Goldenen Zeit", die genau vor 100 Jahren einsetzte und dieses edle Metall sich eher als Rauschegold entpuppte. Die Zwanziger hatten neben Inflation und Spanischer Grippe und leerem Magen etwas Anderes zu bieten: Aufbruchsstimmung, neue Ansichten und den tatsächlichen Start einer gleichberechtigten Gesellschaft mit Mann, Frau und Kind. Was man bislang daraus gemacht hat, das ist der Recherche jedes Interessierten selbst preisgegeben.

 

 

Fotos: Axel Lange

Natürlich gibt es auch wieder allerlei Köstlichkeiten aus Pfanne, Topf und Backofen, Brauhaus und Weinkeller wie zu Altstadtzeiten allerlei nah- und weitgereister Meister der kulinarischen Kunst.

 

 

 

Künstler beleben das Marktfest der Geschichte auf unterhaltsamste Weise. Herrliche Kostüme aller Epochen sind zu bewundern, nicht zuletzt auch in einer kleinen aber spektakulären Modenschau an den Vormittagen. Darsteller der Epochen zeigen Handwerkskünste, adlige Fechttechniken, medizinische Heilmethoden (auch gegen Pest und Grippe) und Schautanz, Musiker unterhalten jeweils mit neuesten Hits ihrer Epoche, manche Sage der Stadt wird lebendig und Stimmung kommt bestimmt in der stimmigen 1920er Atmosphäre hinter der Peterskirche auf. 

Fotos: GKSG